
Nachrichten Nachhaltiger Energiegemeinden
Ausgabe 2
Sommer 2011
Artikel [2 DE]
ENNEREG "Regions 202020"
Förderung lokaler und regionaler Aktionspläne für nachhaltige Energie
Unterstützung für nachhaltige Energie in Wales
Wielkopolska macht Werbung für den Konvent der Bürgermeister/Innen
Schéma Régional Climat Air Énergie Rhône-Alpes
Fünf Pommersche Bürgermeister unterzeichnen den Konvent der Bürgermeister/Innen
Energie für BürgermeisterInnen
Lancierung des “Werkzeugkastens der Methodologien” – Hilfe für SEAP Unterstützende Strukturen
Provinz Huelva in „Energiebewegung“
Kroatien im Fokus – nachhaltige Energiebewegung
Kleingemeinde Leivi untersucht SEAP aus Perspektive des Tourismus
Kurzmeldungen aus den Partnerländern von come2CoM
ZEROHEROES - Die Provinzen Siena in Italien und Limburg aus Belgien unternehmen Anstrengungen eine K
Kleingemeinde Leivi untersucht SEAP aus Perspektive des Tourismus
Autor: Maryke VAN STADEN, Communications Officer, Energy for Mayors, Germany - Email

Leivi (mit 2,322 Einwohnern) liegt in der Provinz Genua, Italien, und hat seinen Aktionsplan für nachhaltige Energie (SEAP) am 28. März 2011 verabschiedet. Damit war sie die zweite Gemeinde in der Provinz, die dem Konvent der Bürgermeister/Innen (in 2009) beigetreten ist und ihre CO2-Emissionen bis 20202 um mehr als über 20% zu verringern sucht. Da es sich um eine Kleingemeinde mit beschränkten Möglichkeiten handelt, ist es besonders interessant den Ansatz des SEAP mit Schwerpunkt zu untersuchen, ob sich eine Verbesserung der lokalen Lebensqualität und eine wirtschaftliche Entwicklung fördern lässt.
Die Beteiligung der BürgerInnen an den Aktivitäten ist neben den wichtigsten Wirtschaftssektoren: Landwirtschaft, Holzarbeiten und Tourismus, ein wichtiges Element des SEAPs. Typische Maßnahmen zur Emissionsreduktion sind sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor geplant und reichen von der Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung bis hin zur Nutzung von erneuerbaren Energien für Strom und Transport aller kommunalen Aktivitäten.
Die Kleingemeinde ist auch ein Touristenziel. Daher fand eine Abschätzung der kommunalen Ressourcen statt und es wurde beschlossen, die kulturellen und touristischen Pfade zu enthalten oder wiederherzustellen. Dadurch wurde eine Optimierung von Verbindungen zwischen verschiedenen Bereichen erlangt und Bürgern sowie Touristen eine nachhaltige Alternative zum Auto - mit Gehwegen entlang wunderschöner Landschaften - angeboten. Gleichzeitig wird dazu beigetragen, ein typisch italienisches, kulturelles Element zu erhalten für welches Leivi berühmt ist - seine Olivenölherstellung. Olivenabfälle werden künftig zur Energieerzeugung genutzt. Zum Beispiel wird Biomasse wie die Olivenkernen zur Beheizung öffentlicher Gebäude verwendet.
Gerade dieser von der Verwaltung entwickelte Ansatz trägt dazu bei, das Bewusstsein in der Zivilgesellschaft zu erhöhen, die Einbeziehung zu fördern und ein intelligentes Verhalten in Richtung eines neuen und nachhaltigen Entwicklungsmodells zu bewirken.






